„Von Affen, die auf meinem Kopf herum klettern, zu (un-)bequemen Schlaf auf dem Boden eines Zuges bis hin zu Cocktails auf dem Gipfel der Welt … Reisen bietet dir die größten Chancen und die verrücktesten Lehren – dabei lernst du sehr viel über dich selbst und wie du so manche Situationen meistern kannst. Einmal ist es ein Nachtbus mit gezackten Armlehnen aus Metall und die  Klimaanlage ist genau auf dein Gesicht gerichtet. Dabei beobachten dich auch noch zwei Asiaten, die sich zusammen geklemmt einen Sitz teilen. Am nächsten Abend trinkst du dann Cocktails auf einem Hubschrauberlandeplatz mit Blick auf ganz Kuala Lumpur.

12 Stunden können einen großen Unterschied machen.

Eines Abends waren wir in einer schwimmenden Bambus-Hütte auf dem Fluss Kwai, ohne Strom und schliefen vollständig im Einklang und Frieden mit der Natur – bis auf einmal um 4 Uhr morgens eine Kakerlake auf mein Gesicht krabbelte. Wir hatten kein Licht und während meine Freundin Hannah hysterisch herum schrie, schnappte ich mir den Wasserschlauch des Bidet und schoss mit dem Wasserstrahl blind im ganzen Zimmer herum. Am nächsten Morgen badeten wir dann im Fluss einen Elefanten namens Wandii  – die pure Glückseligkeit! Der Thai-Trainer fragte mich, ob ich mutig sei und ob ich auf Wandii reiten möchte. Ich entschied mich, einfach mutig zu sein. Also steige ich mit der selben Nervosität, mit der ich damals schon das Flugzeug bestiegen habe, zu meiner neuen Herausforderung herauf.

Nimm‘ das Leben wie es kommt – es wird sich lohnen, denn Erinnerungen dauern länger an als Narben.