Ich stand um 5.30 Uhr auf, um meinen Bus nach Baños zu erwischen. Ich hatte 10 Stunden auf einer kurvenreichen Straße durch die ecuadorianische Landschaft vor mir. Ich war müde, es war heiß und unbequem. Im nächsten Bus wäre ich dann fast eingeschlafen, aber ich kaufte mir von der Verkäuferin direkt im Bus vor Abfahrt noch eine Tüte geschnittener Mangos. Erst als sie den Bus verlassen hatte, bemerkte ich diese kleine Tüte mit feinem weißen Pulver, versteckt unter den Mangoscheiben. Ich werde nie wissen, ob es Kokain war oder einfach nur Puderzucker, aber ich habe Horrorgeschichten von Touristen gehört, die als Drogen-Kuriere benutzt wurden. Von dem Tag komplett erschöpft, geriet ich in Panik und kickte das Tütchen so weit weg von mir, wie ich konnte. Eins ist sicher: Du solltest in Südamerika immer einen klaren Kopf bewahren.