Als ich das erste mal mit einem alten Freund in Kairo war, verliebte ich mich sofort in ihren Lärm, die Gerüche der verschiedensten Lebensmittel und das Gefühl ihrer Identität Kairos. Aber es war schon manchmal fast zu hektisch und am Nachmittag, als wir müde waren von den Händlern, die ständig nach uns riefen und den Kinder die ständig an uns zogen, beschlossen wir in eine der vielen Moscheen in der „City of Minarets“ abzutauchen.

Unsere „Stamm-Minarette“ war die riesige „al Azhar Moschee“ im Zentrum der Stadt. Wir waren einfach nur da, ruhten im Schatten, schrieben ein paar Notizen in unser Tagebuch, beobachteten die Leute oder beteten für uns alleine. Ich liebte es, dass die Moschee ein Ort war, in der Menschen ihren Alltag lebten. Es kam mir vor wie im normalen Alltag mit all den täglichen Besorgungen und Besuchen. Wir waren in der Moschee immer willkommen die Ruhe zu genießen und Energie zu tanken, bevor wir uns wieder in das Getümmel von Kairo stürzten.